Zum Atombegriff






Demokritos um 460 bis 370 vor unserer Zeitenwende

Josephe-Louis Proust (1754-1826)

 

Das Wort Atom stammt von dem griechischen Wort „atomos", das Un­teilbare. Schon die griechischen Philosophen demokrit und leukipp erahnten den heutigen Atombegriff, als sie um 400 v. u. Z. schrieben:

 

Die Materie besteht aus kleinsten unteilbaren Teilchen, den Ato­men, die ewig, ungeworden, unzerstörbar sind und sich in ständiger Eigenbewegung befinden."

 

Die wissenschaftliche Begründung für den Aufbau aller Körper aus kleinsten, durch chemische Methoden nicht mehr teilbaren Bausteinen, den Atomen, gaben zuerst dalton und proust, indem sie aus chemischen Überlegungen auf die Existenz von Atomen schlossen. Sie gaben damit erstmalig einen experimentellen Beweis für die Richtigkeit der Hypothese von der Existenz der Atome. dalton fand (1803):

Zwei Elemente vereinigen sich in ein und derselben Verbindung stets im gleichen Massenverhältnis. (l. Daltonsches Gesetz) 

Bei der Annahme eines homogen aufgebauten Körpers, d.h. eines in beliebig kleine Bezirke unterteilbaren Körpers, ist das Daltonsche Gesetze unerklärbar. Nimmt man dagegen den Aufbau des Körpers aus einer  endlichen Anzahl von nicht weiter teilbaren Atomen an, so ergibt es  sich zwanglos. Es vereinigen sich dann stets eine bestimmte Anzahl von Ato­men der einen Art (des einen Elementes) mit einer bestimmten Anzahl von Atomen einer anderen Atomart zu einem neuen Baustein, dem Molekül.

Der Begriff „Element“ ergab sich aus den erfolglosen Versuche von Alchemisten, Gold aus weniger wertvollen Stoffen zu erzeugen. Diese Erfolglosigkeit gab Anlass zu dem Schluss:

Es gibt Stoffe (Elemente), die nicht durch Vereinigung anderer Stoffe hergestellt werden können.

Das Laboratorium eines Alchemisten (Deutsches Museum)